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Pressemitteilung Aufruf Bergischer Ausbildungspreis 2016

18.05.16 Pressemitteilung

Aufruf zum Bergischen Ausbildungspreis: Zeigt her Eure Ausbildung

Auch ein Jahr nach dem großen Jubiläum rufen die drei Städte wieder gemeinsam alle Ausbildungsbetriebe zur Bewerbung um den Bergischen Ausbildungspreis auf. Nach zehn Jahren wurde das Konzept leicht überarbeitet, was die Kategorien betrifft.

Der Bergische Ausbildungspreis unter Schirmherrschaft der drei Oberbürgermeister aus Remscheid, Solingen und Wuppertal zeichnet nun bereits seit  über zehn Jahren Unternehmen aus, die sich in besonderer Form und über das normale Maß hinaus für Ausbildung engagieren. Sei es, dass über die üblichen Ausbildungsinhalte hinaus Kurse und Seminare angeboten werden, über den eigenen Bedarf ausgebildet wird oder Jugendliche Chancen erhalten, die wahrscheinlich es sonst auf dem Ausbildungsmarkt schwer hätten - die 90 Preisträger der vergangenen zehn Jahre haben unter Beweis gestellt, welch hohen Stellenwert das Thema in der Region hat.

Neues Konzept
Nach 10 erfolgreichen Jahren war es nun an der Zeit, dem Bergischen Ausbildungspreis bzw. den Bewerbungskategorien eine neue Richtung zu geben. „Wir haben uns entschieden, die bisherigen Größenkategorien zu verlassen“, berichtet Berit Uhlmann, Projektverantwortliche bei der Wirtschaftsförderung Wuppertal. Zusätzlich zu den etablierten Ausbildungsbetrieben (Kategorie 2)  haben nun auch „Newcomer“ (Kategorie 1), also junge Unternehmen, die sich frühzeitig im Ausbildungsbereich engagieren, die Möglichkeit, sich zu bewerben. Außerdem werden erstmals „kreative Ausbildungsprojekte“ (Kategorie 3) ausgezeichnet. „Dabei sind wir jetzt schon gespannt, welche entwickelten und umgesetzten Ideen und Projekte zum Vorschein kommen, die auch andere Unternehmen übernehmen könnten“, so Uhlmann. In dieser Kategorie gebe es kein festes Bewerbungsprozedere, wie in den beiden anderen Kategorien, bei denen die Onlinebewerbung unter www.ausbildungspreis.de genutzt wird. Bei der Präsentation der Ausbildungsprojekte sei alles erlaubt, ob schriftliche Bewerbung, Film oder Power Point - der Kreativität sind, genau wie bei den Projekten selbst, keine Grenzen gesetzt.
Bewerben können sich alle Ausbildungsbetriebe oder -kooperationen mit Sitz in Remscheid, Solingen oder Wuppertal. Nur die Erstplatzierten der letzten drei Jahre sind nicht teilnahmeberechtigt. Ab sofort ist die Bewerbung möglich, die Frist endet am 13. Juni 2016. Die Verleihung findet im Herbst – diesmal in Solingen - statt.

 

 

Pressemitteilung Bergischer Ausbildungspreis 2015

23.09.15 Pressemitteilung

Jubiläum für ausgezeichnete Ausbildung

Der Bergische Ausbildungspreis für Unternehmen, die sich besonders um Ausbildung verdient gemacht haben, feiert sein zehntes Jubiläum. Der diesjährige Festakt fand passenderweise in der Historischen Stadthalle Wuppertal statt, wo einst 2005 der Ausbildungspreis zum ersten Mal verliehen wurde.

81 Unternehmen im Bergischen Städtedreieck sind in den vergangenen Jahren mit dem Bergischen Ausbildungspreis ausgezeichnet worden. Entstanden ist die Idee zu diesem Preis in Wuppertal, bereits im zweiten Jahr war der Ausbildungspreis dann bergisch. Seitdem werden in jedem Jahr Unternehmen ausgezeichnet und der Öffentlichkeit präsentiert, die sich in besonderem Maße dem Thema Ausbildung widmen. Sei es durch Weiterbildungsmöglichkeiten über die eigentliche Ausbildung hinaus, durch besondere Förderung der sozialen Kompetenz der Azubis oder auch die Eröffnung von Chancen für Jugendliche, die grundsätzlich nicht die besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Alle Preisträger der letzten Jahre waren darüber erfreut, dass die Verleihung des Ausbildungspreises die Zahl der Bewerbungen im Folgejahr deutlich erhöht hat und einen positiven Einfluss auf die Motivation aller Beteiligten hatte. Ein wichtiger Beitrag zur Zukunftssicherung der Unternehmen.
Die 81 bisher ausgezeichneten Unternehmen dienen als besonders gute Beispiele und haben sicherlich der einen oder anderen Firmenspitze Mut gemacht, dieses Thema im eigenen Unternehmen nochmal ganz neu zu betrachten.
Der Bergische Ausbildungspreis unter Schirmherrschaft der Stadtspitzen aus Remscheid, Solingen und Wuppertal wurde in diesem Jahr zum zehnten Mal vergeben. Die Laudatio wurde jeweils von den Preisträgern des letzten Jahres gehalten. Das Rahmenprogramm wurde von „Dörte aus Heckinghausen“ und der Kabarettgruppe des Carl-Duisberg-Gymnasium gestaltet.

Die Preisträger im Jubiläumsjahr

Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten       
1. Platz: Hermann Ullrich (GmbH & Co) KG, Solingen
(Unternehmensprofil und Ausbildungsengagement als PDF zum Download)   

2. Plätze:
GaLa-Bau Thomas Schmitt, Wuppertal
BUCS IT GmbH, Wuppertal

Unternehmen mit 51 bis max. 250 Beschäftigten
1. Platz: Jakob Leonhards Söhne GmbH & Co, Wuppertal
(Unternehmensprofil und Ausbildungsengagement als PDF zum Download)   

2. Plätze:
Gebrüder Jaeger GmbH, Wuppertal
TKM GmbH, Remscheid

Unternehmen mit über 250 Beschäftigten
1. Platz: ED. WÜSTHOF DREIZACKWERK KG, Solingen
(Unternehmensprofil und Ausbildungsengagement als PDF zum Download) 

2. Plätze:
BIA Kunststoff- und Galvanotechnik GmbH & Co. KG, Solingen
Paul Schulten GmbH & Co. KG, Remscheid

Wer den Ausbildungspreis in den letzten Jahren aufmerksam verfolgt hat, sieht, dass einige der Preisträger auch schon in der Vergangenheit auf dem Siegertreppchen standen: Hermann Ullrich (2008), Jakob Leonhards (2005, 2010), BIA Kunststoff (2012), Paul Schulten (2009). Ein schönes Zeichen dafür, dass man sich auf den Lorbeeren nicht ausgeruht hat. Besondere Förderung, auch für leistungsschwächere, Vermittlung von Lerninhalten über die übliche Ausbildung hinaus und kontinuierliche Ausbildung über Bedarf eint jedenfalls alle Preisträger, die hoffentlich einmal mehr als Ansporn dienen, sich diesem wichtigen Thema intensiv zu widmen.

Pressemitteilung Bergischer Ausbildungspreis 2014

23.09.14 Pressemitteilung

Vorbildlich zum neunten Mal

Der Bergische Ausbildungspreis für Unternehmen, die sich besonders um Ausbildung verdient gemacht haben, wurde heute bereits zum neunten Mal verliehen. Der diesjährige Festakt fand im Städtischen Leibniz-Gymnasium in Remscheid statt.

Die Stadtspitzen aller drei Städte, unter deren Schirmherrschaft der Bergische Ausbildungspreis steht, waren in Remscheid vertreten. Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Vater zweier Kinder, weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig gute Ausbildung ist: „Meine Tochter hat eine Ausbildung absolviert und sich im Unternehmen so wohl und gefördert gefühlt, dass sie dort geblieben ist.“ Das außergewöhnliche Engagement der diesjährigen Preisträger setze ein Zeichen: „Für die Perspektive junger Menschen auch nach der Ausbildung und für geeignete Fachkräfte in den Unternehmen. Dies benötigen wir für die Zukunftsgestaltung unserer Wirtschaftsregion!“

Die diesjährigen Preisträger

In der Kategorie bis zu 50 Beschäftigte hatte die Jury – so berichtete Laudator Daniel Krebs (Ernst Krebs KG) – hatte die Jury gleich mehrere Handwerksbetriebe als Bewerber zu bewerten. Das Rennen gemacht hat Malermeister Andreas Conrad aus Wuppertal. Das Familienunternehmen, das durch Andreas Conrad in dritter Generation geführt wird, bildet seit seiner Gründung 1930 kontinuierlich aus. Nach 2010 ist der Betrieb zum zweiten Mal unter den Preisträgern. Leistungsschwächere Auszubildende werden hier durch interne Schulungen und praxisbezogene Sondermaßnahmen besonders begleitet. „Ein sehr schwacher Praktikant aus einer Maßnahme wurde übernommen, er hatte Kontaktschwierigkeiten, war kaum ansprechbar, nur bedingt einsatzbereit und konnte am Anfang kaum lesen. Mit viel Einfühlungsvermögen und Motivation hat er es hier bis zur Gesellenprüfung geschafft.“ Andreas Conrad selbst ist Vorstandsmitglied der Malerinnung, Lehrlingswart der Malerinnung, Kreislehrlingswart der Kreishandwerkerschaft Wuppertal, Vorstandsvorsitzender des Gewerbeförderungswerks, Beisitzer im Ausschuss für Lehrlingsstreitigkeiten, Mitglied im Gesellenprüfungsausschuss, Vorstandsmitglied der Kreishandwerkerschaft und auf allen Ebenen im Bereich Ausbildung aktiv, zwei Mitarbeiter sind zudem im Gesellenprüfungsausschuss.
Besonders begabte werden durch sog. Lehrlingsbaustellen besonders gefördert, sechs haben es zum Meister gebracht. Zudem gibt es ein spezielles Mentorenprogramm für Azubis und Gesellen. Auch in der Ausbildungsakquise ist man äußerst rege, sei es durch Kooperationen mit Schule, Praktika, einem gut gepflegten Facebook-Auftritt oder der Präsenz auf allen relevanten Veranstaltungen in diesem Bereich.

Weitere ausgezeichnete Unternehmen in dieser Kategorie:
Epe Malerwerkstätten GmbH & Co. KG (Remscheid),
Systemhaus Erdmann GmbH & Co. KG  (Solingen)

Kategorie bis zu max. 250 Beschäftigte
Auch hier ein Familienunternehmen: Curt Beuthel GmbH & Co.KG, ebenfalls aus Wuppertal verfügt mittlerweile über vier Standorten und beschäftigt rund 120 Mitarbeiter – darunter derzeit 15 Auszubildende. Seit 1986 bildet man zum Orthopädietechniker/in aus, viele ehemalige Auszubildende sind noch heute im Betrieb. Mittlerweile bietet man 11 verschiedene Ausbildungsberufe an.  Ganz neu in diesem Jahr sind zwei Kauffrauen für Dialogmarketing – ein sehr junger Beruf. Das Unternehmen arbeitet mit Trägern zusammen, um auch benachteiligten Jugendlichen eine qualifizierte Ausbildung bieten zu können, ein junger Mann kommt von einer Förderschule in Volmarstein und wird derzeit in der Orthopädiewerkstatt ausgebildet. Auch nach erfolgreicher Ausbildung können die Jugendlichen in andere Abteilungen schnuppern, durchaus haben schon manche hier einen weiteren Beruf erlernt. Zudem werden interne und externe Schulungen angeboten, auch zu Themen der Persönlichkeitsentwicklung, angeboten. Besonders lernschwache oder schwer vermittelbare Jugendliche erhalten bei Beuthel eine Chance: „Bisher haben wir viele gute Erfahrungen damit gemacht“, so Geschäftsführer Rüdiger Neumann. Er ist zudem ehrenamtlicher IHK-Prüfer. Praktikumsplätze werden jederzeit zur Verfügung gestellt, auch hier besteht eine Schulkooperation. „Die Gesundheitsbranche ist ein Wachstumsmarkt, so benötigen wir und unsere Kollegen dringend den Nachwuchs.“

Weiteres ausgezeichnetes Unternehmen in dieser Kategorie:
Policks Backstube
(Wuppertal)

Kategorie über 250 Beschäftigte

Auch bei dem Remscheider Unternehmen Gustav Klauke GmbH hat Ausbildung schon seit 75 Jahren einen hohen Stellenwert, bei 470 Mitarbeitern sind 30 Auszubildende eine beachtliche Zahl. Die Übernahmequote liegt bei 95 Prozent. Leistungsschwache Jugendliche erhalten besondere Förderung durch Stütz- und Förderunterricht, werksinterne Prüfungsvorbereitungen, aber auch allgemeine Beratung in Konfliktsituationen. Fort- und Zusatzausbildungen gibt es zudem auch für die leistungsstarken. Beim Azubi-Frühstück tauschen sich die jungen Leute mit der Geschäftsführung aus. Schon in der Ausbildung erhalten die Jugendlichen auch die Möglichkeit zu Auslandsaufenthalten an den Standorten Slowakei und England – inklusive vorbereitender Sprachkurse. „Hier lernen wir nicht nur andere Produktionen kennen, sondern direkt auch andere Lebensweisen und Kulturen“, wie ein Auszubildender bestätigt.
Neben acht verschiedenen Ausbildungsberufen gibt es zusätzlich die Möglichkeit des dualen Studiengangs Maschinenbau. Schulkooperationen, die Ausbildung benachteiligter Jugendlicher, soziales Engagement unter Beteiligung der Azubis und eine Vielzahl an Aktionen zur Nachwuchsgewinnung machen dieses Unternehmen zum würdigen Preisträger. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung. Es zeigt uns, dass wir mit unserem eingeschlagenen Weg richtig liegen“, so Geschäftsführer Jörg Rautenstrauch.

Weitere ausgezeichnete Unternehmen in dieser Kategorie:
GE Healthcare GmbH (Solingen), EWR GmbH (Remscheid)

Pressemitteilung Bergischer Ausbildungspreis 2013

10.09.13 Pressemitteilung

Demografischer Wandel ist angekommen

Die Aula des Friedrich-List-Berufskollegs in Solingen bot in diesem Jahr die Kulisse zur Verleihung des Bergischen Ausbildungspreises. Die drei Preisträger aus Solingen, zwei aus Remscheid und vier aus Wuppertal stellten einmal mehr unter Beweis: Das Thema Ausbildung nehmen die bergischen Unternehmen ernst.

Jungen Menschen den Weg vom schulischen ins berufliche Leben zu ebnen sei eine Gemeinschaftsaufgabe, sagte Oberbürgermeister Norbert Feith als Gastgeber in seinem Grußwort. „Zum einen aus Fürsorge, zum anderen aber auch, weil sich diese Welt verändert“, fuhr er fort und verwies auf die Auswirkungen des demografischen Wandels, der lange nebulös und viel diskutiert mittlerweile angekommen sei. Der Bergische Ausbildungspreis sei daher ein gutes gemeinsames Projekt, um das Thema Ausbildung nachhaltig ins Bewusstsein zu rufen. Gemeinsam mit den Stadtspitzen aus Wuppertal und Remscheid hat er auch in diesem Jahr wieder die Schirmherrschaft übernommen.Der Bergische Ausbildungspreis wird an Unternehmen verliehen, die sich über das übliche Maß hinaus um Ausbildung in ihrem Betrieb bemühen. Er wird in drei Kategorien vergeben: Unternehmen bis 50 Mitarbeiter, bis 250 Mitarbeiter und über 250 Mitarbeiter.Auch in diesem Jahr gab es keine Drittplatzierten, sondern neben dem jeweils Erstplatzierten zwei weitere Preisträger auf dem zweiten Platz.

Mit Ausbildungspreis um Nachwuchs werben
Traditionell wird die Laudatio von den Preisträgern aus dem Vorjahr gehalten; Eckardt Saueressig, Geschäftsführer der WST Welding Specialists Team GmbH, blickte in seiner Laudatio für den Sieger in der Kategorie bis 50 Beschäftigte zurück: „Es ist ein gutes Gefühl, ein richtig gutes Gefühl für das ganze Team, diesen Preis zu erhalten.“ Daniel Krebs, Geschäftsführer des Siegerunternehmens Ernst Krebs KG aus Solingen, sieht den Preis, um den man sich spontan beworben hatte, aber auch als Werbung: „Wir bekommen immer weniger Bewerber, dabei bieten wir eine gute Ausbildung, doch das ist bei den jungen Leuten wenig bekannt.“ Seit über 40 Jahren bildet man hier aus, ergänzt durch interne und externe Schulungen, Nachhilfe oder auch Sprachunterricht.
Den Platz auf der zweiten Stufe des Siegertreppchens teilten sich in dieser Kategorie die Vollkornbäckerei Myska aus Wuppertal und das Concordia Heldmann‘s Restaurant aus Remscheid.

Vermittlung traditionellen Handwerks
Jan-Peter Coblenz, Geschäftsführer der Brangs + Heinrich GmbH, konnte bei dem Sieger in der Kategorie bis 250 Mitarbeitern nicht nur auf die Vermittlung traditionellen Handwerks verweisen, sondern dass man dort fast ausschließlich auf Auszubildende von Haupt- und Sonderschulen setzt. Die gute Betreuung der jungen Leute hat dazu geführt, dass es seit zehn Jahren keine Lehrabbrüche mehr gab. Auch in dieser Kategorie hat das Rennen ein Solinger Unternehmen gemacht und das stand bereits 2010 ganz oben: Robert Herder GmbH & Co. KG - Windmühlenmesser-Manufactur. Ein Beweis dafür, dass man auch nach dem Gewinn dieses Preises keinesfalls in den Bemühungen nachlassen sollte. Das gilt auch für einen der Zweitplatzierten, das Remscheider Transportunternehmen Herbert Flesche GmbH & Co. KG ein, das 2009 ebenfalls schon mal ganz oben auf dem Siegertreppchen stand und vergangenes Jahr auch den zweiten machte. Das Wuppertaler Sanitätshaus Curt Beuthel GmbH & Co. KG hat sich zum ersten Mal beworben und es im Hieb ebenfalls auf den guten zweiten Platz in dieser Kategorie geschafft, denn so betonte Frank Balkenhol, der Solinger Wirtschaftsförderer moderierte die Verleihung: „Es sind nur Nuancen, die die Zweitplatzierten vom Sieger trennen.“

Firma in der Firma
In der Kategorie über 250 Mitarbeiter überzeugte die KNIPEX-Werk C. Gustav Putsch KG. Das Wuppertaler Unternehmen – 2010 auf dem zweiten Platz – bietet seit 2004 kontinuierlich 12 bis 15 Ausbildungsplätze an, durch den Online-Einstellungstest hat jeder Jugendliche eine Chance, unabhängig vom Schulabschluss. Ein ehemaliger Berufsschullehrer wurde extra eingestellt, um die Schüler zu unterstützen, wenn es in der Berufsschule mal etwas hapert. Zudem wird hier unternehmerisches Handeln gelernt, denn hier gibt es eine Ausbildungsfirma in der Firma, in der eigene Produkte hergestellt, vermarktet und vertrieben werden. Die jungen Leute werden nach der Ausbildung übernommen: „Sollte dies mal nicht so sein, wir würden sie sehr gerne nehmen“, so Laudatorin Pia Franzen, Ausbildungsleiterin bei der BIA Kunststoff- und Galvanotechnik GmbH & Co. KG.Den zweiten Platz teilten sich hier die GE Healthcare GmbH aus Solingen und die Schaeffler Technologies AG & Co. KG aus Wuppertal. Letztere gehören schon fast zu den Stammgästen unter den Preisträgern.

Das Rahmenprogramm wurde gestaltet durch Chris Tall, der 19jährige Stand-Up-Comedian konnte in diesem und letzten Jahr bereits einige Preise einheimsen, so den „RTL Comedy Grand Prix 2013“. Er begeisterte die Gäste mit Auszügen aus seinem Soloprogramm „Versetzung gefährdet“.

Pressemitteilung Bergischer Ausbildungspreis 2012

07.09.2012 Pressemitteilung

Nicht nach(ge)lassen

Den Wert, den Ausbildung für ein Unternehmen hat, kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Die Preisträger des Bergischen Ausbildungspreises 2012 haben dies eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Gestern fand die Verleihung in der Gesamtschule Barmen in Wuppertal statt.

 

"Dieser Preis ist nicht nur Auszeichnung und stellt die Preisträger als gutes Beispiel voran, sondern dies ist auch ein gemeinsamer Appell an die Unternehmen, in den Bemühungen um Ausbildung nicht nachzulassen", sagte Oberbürgermeister Peter Jung als Gastgeber in seinem Grußwort. Gemeinsam mit den Stadtspitzen aus Remscheid und Solingen hat er auch in diesem Jahr wieder die Schirmherrschaft übernommen.

Der Bergische Ausbildungspreis wird an Unternehmen verliehen, die sich über das übliche Maß hinaus um Ausbildung in ihrem Betrieb bemühen. Er wird in drei Kategorien vergeben: Unternehmen bis 50 Mitarbeiter, bis 250 Mitarbeiter und über 250 Mitarbeiter.

Auch in diesem Jahr gab es keine Drittplatzierten, sondern neben dem jeweils Erstplatzierten zwei weitere Preisträger auf dem zweiten Platz.

Sieger in der Kategorie bis 50 Beschäftigte ist die W.S.T. Welding Specialists Team GmbH aus Solingen. Laudator und Jurymitglied Alfons Schönauen war besonders beeindruckt von der Kooperation mit einer Wuppertaler Förderschule. Die Schüler können im Unternehmen ein Praktikum machen - von der Schulbank zur Werkbank - und wer sich hier bewährt, hat gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz. "Es ist erstaunlich, welche Fähigkeiten diese jungen Menschen entwickeln, die normalerweise auf dem Arbeitsmarkt wenig Chancen haben, wenn sie Zuwendung erhalten", berichtet Schönauen.

Auf dem zweiten Platz finden sich gleich zwei Wuppertaler Handwerksbetriebe ein, Café - Konditorei Michaelis und KOPFARBEIT - der Friseur. Beide Betriebe bilden seit Jahrzehnten über Bedarf aus.

 

Nicht auf den Lorbeeren ausgeruht

Der Erstplatzierte bei den Unternehmen bis 250 Mitarbeitern hat bereits 2008 ganz oben auf dem Siegertreppchen gestanden, die Solinger Verpackungsspezialisten der Brangs + Heinrich GmbH haben sich auf ihren Lorbeeren nicht ausgeruht. Laudator Thomas Meyer war begeistert darüber, dass über die Hälfte der Mitarbeiter schon ihre Ausbildung dort absolviert hat. Geschäftsführer Jan-Peter Coblenz hatte noch einen Tipp: "Bei uns gibt es nach jeder durchgelaufenen Abteilung eine kleine Prüfung, die uns zeigt, wo der Auszubildende gerade steht und wie gut die Ausbildung in der Abteilung ist. Dieses kleine Audit hat auch einen guten Nutzen für uns." Auf dem zweiten Platz fand sich das Remscheider Transportunternehmen Herbert Flesche GmbH & Co. KG ein, das 2009 ebenfalls schon mal ganz oben auf dem Siegertreppchen stand. Auch die Culinaria Gastronomiebetriebsgesellschaft mbH aus Wuppertal konnte sich über einen guten zweiten Platz freuen.

 

Deutlich verdient

Ebenso in der Kategorie über 250 Mitarbeitern konnten die Solinger den Sieg davon tragen: Bei der BIA Kunststoff- und Galvanotechnik GmbH & Co. KG wird in sechs Berufen ausgebildet, außerdem gibt es weitere drei duale Ausbildungen mit Studium. Uwe Vogt als Laudator stellte insbesondere das soziale Engagement heraus, denn die Auszubildenden werden für verschiedene Projekte jeweils für einige Tage freigestellt, die sie beispielsweise in der Diakonie mit der Pflege alter Menschen verbringen. Hier können sie Erfahrungen  in ganz anderen Bereichen sammeln. Zudem betonte Vogt, dass bei BIA auch Hauptschüler und junge Menschen ohne Schulabschluss eingestellt werden. "Ausbildung ist uns eine Herzensangelegenheit und sie sichert uns den Nachwuchs, den wir so dringend brauchen", so BIA-Ausbildungsleiterin Pia Franzen. Man fordere viel, habe immer neue Ideen, ein Nein würde man von den jungen Leuten nie hören, berichtete sie stolz.
Auf dem zweiten Platz landeten hier wieder zwei Wuppertaler Unternehmen: Die Procar Automobile AG sowie die WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH, letztere haben damit bereits zum dritten Mal den zweiten Platz in dieser Kategorie gemacht.

 

Dass Einsatz sich lohnt, konnte auch der Ex-Handballnationaltorwart und Torwarttrainer beim Bergischen HC, Chrischa Hannawald, in seinem Impulsvortrag verkünden. Dabei berichtete er aus seiner Karriere und zeigte auf, dass in einem Verein jeden Tag der Einsatz von allen gefragt ist. Mit der Eröffnung einer Handballschule mit Standorten in Solingen, Haan und Witten hat er sich Anfang des Jahres einen langgehegten Wunsch erfüllt: "Die leuchtenden Kinderaugen sind da besonderer Lohn für den Einsatz."

Pressemitteilung Bergischer Ausbildungspreis 2011

19.10.2011 Pressemitteilung

Ausbildung dient dem Allgemeinwohl

Bereits zum sechsten Mal wurden Unternehmen geehrt, für die das Thema Ausbildung einen besonders hohen Stellenwert besitzt. In diesem Jahr fand die Verleihung im stimmungsvollen Ambiente der Klosterkirche Lennep in Remscheid statt.

Volles Haus hieß es dann auch hier, denn rund 180 Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Arbeitsmarktakteuren, aber vor allem auch viele Auszubildende hatten sich zur Verleihung eingefunden. Professionell durch die von der Remscheider Wirtschaftsförderung organisierten Veranstaltung führte WDR-Moderatorin Henrike Madest, für Stimmung sorgte die Gruppe "Proud Scoville" aus der Musikschule Remscheid.
Im Mittelpunkt standen aber die Preisträger und ihre Auszubildenden. Remscheids Bürgermeister Lothar Krebs, der die erkrankte Oberbürgermeisterin Beate Wilding vertrat, hält Unternehmer, die ausbilden, denn auch für klug: "Ansonsten rüttelt man am unternehmerischen Erfolg, denn das sind die Fachkräfte von morgen." Besonders die bergischen Familienunternehmen hätten diese Einstellung, als Kommunen könne man da nur dankbar sein. Krebs gibt der unternehmerischen Ausbildung den gleichen hohen Stellenwert wie der öffentlichen Bildung. "Unternehmen stellen sich mit der Ausbildung nicht nur den eigenen Aufgaben, sondern auch dem Allgemeinwohl."

 

 

 

Verdiente Preisträger
Die Preisträger des Vorjahres (Malermeister Andreas Conrad, Robert Herder GmbH & Co. KG Windmühlenmesser-Manufactur und KRONPRINZ GmbH) hielten jeweils die Laudatio auf ihre "Nachfolger".

 

Diese sind in der Kategorie bis 50 Mitarbeiter: Das Autohaus Alfons Schönauen GmbH & Co.KG in Wuppertal. Seit 1989 wurden hier bereits 265 junge Menschen ausgebildet, aktuell sind es 15 Azubis bei 37 Mitarbeitern - darunter auch schwerbehinderte und allgemeinhin schwer vermittelbare Jugendliche. Die Azubis erhalten individuelle Unterstützung und auch zu den Eltern wird direkt zu Beginn der Ausbildung Kontakt aufgebaut, um bei eventuell auftretenden Problemen gemeinsam handeln zu können.
Gleich zwei zweite Plätze gab es für den Solinger Gastronomiebetrieb Bei Druckrey's im Kasino kogag sowie für das metallverarbeitende Unternehmen WST GmbH, ebenfalls aus Solingen.


In der Kategorie bis 250 Mitarbeiter konnte die Remscheider IKS Klingelnberg GmbH den Sieg davontragen. Auch hier wird seit 1991 kontinuierlich in allen Bereichen ausgebildet, auch über den eigenen Bedarf hinaus - aktuell 15 Azubis bei 135 Mitarbeitern. Durch die intensive Begleitung der Jugendlichen konnte bereits ein hoher Anteil die Ausbildung vorzeitig erfolgreich beenden. Die jungen Berufsanfänger nehmen an Messen, Symposien und Meetings auf internationaler Ebene teil. Einen guten zweiten Platz gab es hier für die Vorwerk Autotec GmbH & Co. KG aus Wuppertal.


Eindeutiger Sieger in der Kategorie Unternehmen über 250 Beschäftigte ist die Freiformschmiede Karl Diederichs KG - Dirostahl in Remscheid. Alle Auszubildenden werden nach bestandener Abschlussprüfung in ein befristetes bzw. unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen, aktuell 45 Azubis bei 435 Mitarbeitern. Das Unternehmen bietet acht unterschiedliche Ausbildungsberufe. Positive Verstärkung: Es werden Sonderprämien gezahlt für besonders gute Prüfungsleistungen sowie Schulungen, Kurse und Auslandsaufenthalte angeboten. Die weiteren Pluspunkte aufzuzählen, die das Unternehmen bei der Jury sammelte, würde hier den Rahmen sprengen. So war es schon eindrucksvoll, wie fast alle aktuellen Azubis den Platz vor der Bühne füllten.
Auch hier hat sich die Jury auf zwei Zweitplazierte geeinigt, als echt bergisches Unternehmen die Daimler AG Mercedes-Benz Niederlassung Wuppertal/Solingen/Remscheid sowie die WSW Wuppertaler Stadtwerke GmbH.

Diese acht Preisträger motivieren hoffentlich viele Unternehmen zu weiterem Engagement in Sachen Ausbildung. Und so darf man jetzt schon auf die Verleihung im nächsten Jahr gespannt sein.

Foto der Preisträger 2011

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Die Preisträger 2011 mit einer Vielzahl ihrer Auszubildenden (Foto: Joachim Karp).

Kontextspalte

Gruppenfoto der Preisträger 2015

Hier können Sie das Gruppenfoto reprofähig herunterladen:

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Bildnachweis: Ulrike Gaffkus